Travels
Hallo nach Deutschland!
Dort
ist es ja gerade sogar wärmer als hier, wie ich mitbekommen habe...
Mit
dem Berichten über meine Reisen bin ich mal wieder etwas spät dran, und es gibt
noch eine schlechte Nachricht: Kurz vorher hat jemand beim Central Market, bei
meiner allwöchentlichen Fahrt nach Effiduasi, versucht meine Kamera zu klauen.
Natürlich habe ich mir vorgenommen, diese in jedem Fall todesmutig zu
verteidigen, was zu einem Gezerre um die Kameratasche geführt hat. Ich habe
zwar gewonnen, die Kamera ist allerdings kaputt; ich weiß zumindest nicht, wo
man sie hier reparieren kann. Auf der Reise mit Alex konnte ich so leider weder
Bild- noch Videomaterial aufnehmen; bei der Reise mit meiner Mutter habe ich
mit einer geliehenen Digitalkamera aber Bilder gemacht und mache nun auch
Videos damit, leider nicht in der gewohnten Qualität. „Abends an dieser Stelle
ins Trotro einsteigen ist gefährlich? Jaja…“ So reagiere ich mittlerweile nicht
mehr, falls mich jemand darauf hinweist. Im belebten Stadtzentrum treiben sich
bei Dunkelheit einige Taschendiebe rum. Über die erste Reise kann ich also nur
schriftlich berichten.
Teil I - Den Traumstränden hinterher
Ein
paar Tage nach meinem Geburtstag im Mai, der mit Geburtstagsfrühstück und
Ständchen von den Kids übrigens sehr schön war, war es dann soweit: Das erste
Mal seit 8 Monaten sollte ich jemanden aus Deutschland wieder sehen, Alex. Am
Anfang dachte ich, es könnte komisch werden, jemanden aus der Heimat hier zu
haben, aber es war eigentlich wie immer. Nachdem ich ihn im Flughafentumult
entdeckt und wir eine Nacht im Hostel bei „Mama Tena“ verbracht haben, ging es
erstmal nach Kumasi.
Hier
konnte Alex dann sehen, wovon ich immer erzählt habe: Mein Projekt, Tanoso, den
Central Market. Meinen Geburtstag haben wir auch mit den Kumasi-Leuten
gefeiert. So hat er sich direkt an das ghanaische Leben gewöhnen können: Es ist
bunt, laut, teilweise unübersichtlich und anders. Stromausfälle haben die Reise
von Anfang an begleitet; er war länger ohne Strom hier, als mit. Nachdem das
alles gesehen und erkundet war, ging es direkt an den Strand, denn so war der
Plan: Im Westen anfangen, und dann entlang der Küste bis in den Osten, noch
hinter Accra. Weitestgehend hat das geklappt; da vieles auf dem Programm stand,
waren wir aber nirgends länger als zwei Tage.
Es
fing alles am Traumstrand von Busua an. Hier ist es eher touristisch, viele Freiwillige
aus Ghana kommen hier her um Surfkurse zu machen. Es hat uns sehr gefallen, da
es dementsprechend relativ belebt war. Alex hat sich an den günstigen Preisen
erfreut; während der ganzen Reise noch. Mein Mitfreiwilliger Andras wollte sich
das auch nicht entgehen lassen. Im Dunkeln ist Alex leider gegen einen Stein am
Strand gelaufen, mit seinem Zeh hatte er dann bis zum Schluss Freude; dieser
war am Ende grün. Aber man kann ja nicht nach Afrika reisen, ohne mit
Verletzungen aus der Wildnis zurückzukommen. Man muss ja ein paar Klischees
erfüllen.
Dann
ging es zu Fuß am Strand entlang, über eine Klippe, zum nächsten, mir schon
bekannten Ziel: Das Paradies in Butre. Bestes Essen, wenig Menschen und Palmen
– der Ort zum Hardcore-Chillen. In der bekannten Lodge haben wir zwar gegessen,
geschlafen haben wir diesmal aber bei einem Rastafari, der ein Zimmer für Gäste
mit einem gemütlichen Garten zusammengewerkelt hat. Nach zwei Nächten ging es
für Alex und mich weiter nach Cape Three Points; der südlichste Ort Ghanas, und
zugleich der westlichste, an dem wir waren. Gut, nicht ganz so spektakulär, da
Ghana in der Kurve von Westafrika liegt. Aber schön wars. Bis auf das Hostel:
Eine Ökolodge, mit Ökoklo. Das Handy aufladen musste man auch bezahlen. Mit
mehreren ganz cool, aber nicht so der Ort für uns. Das nächste Dorf ist 30
Minuten entfernt und bietet Reis als kulinarische Spezialität. Nach einer Nacht
und einem kurzen Gang auf den Leuchtturm, sind wir dann nochmal zurück ins
bewährte Busua gefahren, dort kann man übrigens günstig Jetski fahren, was wir
ausgenutzt haben.
Das
waren natürlich drei Topstrände der Westküste, danach ging es in die Central
Region, nach Winneba. Mit Strand und Wasser grundsätzlich nicht verkehrt, aber
die Müllsituation war erschreckend. Also kein Vergleich zum Westen. Am Abend
haben wir andere Freiwillige kennengelernt und eine gute Zeit gehabt. Dann
hatten wir ein paar Probleme, die Rechnung zu bezahlen. Stromausfall, leere
Geldautomaten und ein Sonntag sind keine gute Kombination. Mein Rat: In Ghana
immer genug Bares dabei haben. Aber da gibt es viele Geschichten von der Reise
mit meiner Mutter zu erzählen…Am Ende haben wir einen Geldautomaten MIT Geld
gefunden, und uns von Winneba verabschiedet. Letzte Station, bevor es wieder
zurück nach Accra ging: Ada Foah in der Volta Region.
Das
liegt noch hinter Accra, hier mündet der Volta River in den Atlantik.
Übernachtet haben wir in einem deutschen Hostel, ziemlich Öko angehaucht-
Öko-Klo. Und die anwesenden Inder haben es wegen fehlendem Generator noch am
selben Abend lautstark verlassen. Alex hatte zum Schluss leider doch noch
Magenprobleme, wobei wir sehr europäisch gegessen haben. Noch fix eine
Bootstour zu einer Insel, auf der Akpeteshi-Schnaps hergestellt wird. Dieser
schmeckt um 9 Uhr morgens besser, als man denkt. Dann ging es schon wieder nach
Accra. Also alles recht erfolgreich! Alex hat hin und wieder unter den
Umständen gelitten, schien aber auch zufrieden. Dann kam auch schon der nächste
Besuch!
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| Alex geht... |
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| ...Mama kommt. |
Teil II - Pleiten, Pech und Pannen. Trotzdem eine schöne Reise!
Am
selben Tag, an dem Alex seinen Rückflug angetreten hat, kam meine Mutter. Am
Flughafen haben sie sich noch getroffen. Wenn man Besuch aus der Heimat
bekommt, will man Ghana möglichst gut darstellen; dass hat sich leider bei der
folgenden Reise schwieriger dargestellt, als üblich.
Am
ersten Abend ging es wieder zu Mama Tena, außerdem noch kurz ein ghanaisches
Bier trinken. Im Dunkeln ist meine Mutter dann direkt in eines der berüchtigten
Regenrinnen am Straßenrand gefallen. Sie hat also ebenfalls am ersten Tag einen
blauen Zeh bekommen, der die komplette Reise etwas gestört hat.
Nachdem
es am nächsten Morgen kein Frühstück gab, weil die gesamte Theke des Supermarkts
leer war (was ich noch nie erlebt habe) und der Handymann eine Stunde statt der
üblichen 5 Minuten zum Registrieren ihrer Simkarte gebraucht hat, ging es auf
nach Keta. Auch in der Volta Region, noch östlicher als Ada Foah. Beim
Einsteigen ins Trotro wurden wir direkt mit der Taxi Mafia in Ghana
konfrontiert; noch nicht an der Station angekommen, wurden wir schon von fünf
Fahrern belagert. Alles sehr anstrengend für jemanden, der noch gestern in
Deutschland war.
In
Keta soll wohl Tourismus aufgebaut werden- das funktioniert nicht. Dem Tipp
eines anderen folgend, war das erste angelaufene Hotel am Strand, mitten im
nichts, schonmal absolut leer. Außer uns. Essen: Fehlanzeige. Also, schon in
der Dunkelheit, wurden wir zu einem anderen Hotel mitgenommen. Kosten: 200 Cedi
pro Nacht. Bei Mama Tena waren es 12. Dafür habe ich in dem besten Hotelzimmer
geschlafen, in dem ich je in Ghana war und wohl sein werde! Für die zweite
Nacht ging es dann aber natürlich in ein günstigeres; dass es nur 200 Meter
entfernt war, haben wir im Dunkeln natürlich nicht gesehen. Dieses Hotel war
groß, aber viele Gäste gab es nicht. Die Kühlschranktür fiel auf den blauen Zeh
von meiner Mutter, beim Versuch, diese zu öffnen. Das wir Frühstück wollten,
hat die Hotelbetreiber etwas überrascht. Nach einer halben Stunde hatte jemand
was für uns gekauft, nach einer weiteren halben Stunde haben wir Brot und Ei
serviert bekommen. Nicht gerade aufwendig, für eine Stunde Wartezeit. Wir waren
zwar gefühlt immer noch im Nichts, aber einen Pool hatte das Hotel. Und auch
ein schlechter Strand ist immer noch ein Strand.
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| 200 GHC Bungalow |
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| Strand von Keta |
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| Fischerboote |
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| Hier und da ne Plastiktüte... |
Es
ging gen Norden weiter in die Volta Region- ein anstrengender Reisetag folgte.
Von Keta mit dem Trotro nach Aflao, von Aflao in die Hauptstadt der Volta
Region Ho, von Ho nach Hohoe und von dort in das Dorf Wli, an der Grenze zu
Togo. Hotel ohne Essen und ohne Strom. Aber ich habe ein kleines Menü vom Markt
zusammengestellt. Am nächsten Morgen gab es dann eine Tour zu den bekannten Wli
Wasserfällen- wir haben uns für die 6-stündige entschieden, trotz des Zehs
meiner Mutter. Nach dem sich zwei Tour Guides um uns gestritten und nicht
geeinigt haben, sind wir einem gefolgt. Und dann ging es erst mal den Berg
hoch, einen richtigen Weg gab es nicht. Das hieß: Durch den Wald und klettern.
Alles sehr anstrengend, aber für die Aussicht oben und die Natur allgemein
lohnt es sich allemal! Respekt an meine Mutter, das sie es mit ihrer Verletzung
geschafft hat. Nach Togo konnte man auch rüberschauen. Aber wofür es sich am
meisten gelohnt hat, war natürlich der Upper Waterfall! Dieser ist gewaltig und
beeindruckend, wenn man drunter steht. Das Wasser war auch sehr erfrischend.
Noch kurz zum Lower Waterfall, der auch schön war und die Tour war vorbei.
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| Blick auf Wli |
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| Upper Waterfall |
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| Erfrischend wars! |
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| Ziemlich hoch, selbst der Lower Fall! |
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Dann
ging es weiter nach Amedzofe, dem höchste Dorf Ghanas. Vom Trotro wurden wir
auf halben Wege rausgelassen, und es hieß, dass es nur noch Motorradtaxis den
Berg hinauf gäbe. Ich hätte es trotz des Gepäcks sofort gemacht, meine Mutter
hat allerdings gestreikt. So hat dann noch jemand ein Taxi gerufen, welches uns
zu einem Hotel mit einem sagenhaften Ausblick über die Berge gebracht hat. Dort
oben hatte man so viel Ruhe im Vergleich zum stressigen Rest. Den Gipfel habe
ich auch noch erklommen; nach der 6 Stunden Tour am Vortag war das ein
gemütlicher Spaziergang.
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| Gipfel |
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| #krasseaussicht #windig |
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| Geduldsprobe. Gibt's hier oben Taxis? |
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| Das höchste Dorf Ghanas ist...ziemlich dörflich. |
Die Schiffsreise, ein Alptraum
Anschließend
ging es wieder nach Ho, um von dort aus nach Akosombo in der Eastern Region zu
kommen, wo wir zum dunkelsten Part der Reise aufbrachen: Am folgenden Tag
ging es auf das Schiff von Akosombo nach
Yeji in der Nothern Region. Dieses Schiff fährt jeden Montag und verschifft
Yamswurzeln, wenn es in die andere Richtung zurückfährt. Laut Reise führe
sollte es drei Klassen geben: Einzelkabinen, Mehrbettkabinen und das Deck.
Pünktlich um 8 Uhr morgens stand ich mit meiner Mutter als einzige im Akosombo Hafen
am Ticketschalter. 1. Klasse? Gibt’s nicht. Mehrbettkabinen? Leider alle voll. „Hätten
Sie eher kommen müssen.“ Ich liebe übrigens die Kundenfreundlichkeit einiger
Ghanaer. Geschmeidige 12 ½ Stunden später fuhr das Schiff auch direkt los, 4 ½
Stunden später als geplant. Der Gabelstapler war kaputt, aber er musste ja die
ganzen Palletten verladen, die ehrlich gesagt nach Sperrmüll aussahen. Also der
Härtetest in Sachen ghanaischer Geduld! Aber so hatten wir Zeit, uns mit Essen
vom Markt für die Reise einzudecken.
Tatsächlich
mussten wir auf den blanken Dielen schlafen; das wollte ich meiner Mutter
eigentlich nicht zumuten, aber es ging nicht anders. Aber damit nicht genug.
Wir waren ja nicht 1. Klasse, was es uns verbot, auf die Toilette der 1. Klasse
zu gehen! Die Hock-Toilette der 2. Klasse war aber keine Alternative. Nachdem
ich nachgefragt habe, wurde die 1. Klasse Toilette auch penibel abgeschlossen,
damit wir nicht auf illegale Ideen kommen konnten. Danke für gar nichts, Volta
River Authority!
Die Fahrt,
bei der wir die Landschaft nicht so richtig genießen konnten, dauerte mit
Zwischenstopp genau 31 Stunden. Aufgrund der Verspätung trafen wir gegen halb
drei nachts am Zielort ein- wollten aber am nächsten Morgen um sieben Uhr
weiter nach Tamale, die Hauptstadt der Northern Region, um von dort zum Mole
Nationalpark zu kommen. Bzw. wir mussten, da man noch einmal den Fluss mit der
Fähre überqueren musste, die aber nur einmal täglich fährt. Also gings für zwei
Stunden ins Hotel. Die Fähre fuhr nicht um sieben Uhr. Wir haben sie auch nicht
genommen; wegen des niedrigen Wasserstands ist diese einen riesigen Umweg
gefahren. Stattdessen sind wir auf einem Kanu mitgefahren; komplett überfüllt,
mit Motorrädern, die man im Norden mehr als Autos nutzt, zusätzlich beladen.
Gegen zehn haben wir die andere Seite erreicht! Jaja, in 15 Minuten ist man
drüben, hieß es. Dort ging die Tortur weiter. Der Bus nach Tamale sollte
kommen. Tat er aber nicht. Auch nicht nach drei Stunden. Gestern sei er noch
pünktlich gewesen. Es war eine Klischee Situation: Man steht im nichts und
schaut in die vor Hitze flimmernde Ferne, weil man auf diesen einen Bus wartet.
Nach besagten drei Stunden haben wir uns dann mit anderen ein Taxi geteilt, mit
dem es zu einem Ort gehen sollte, wo man einen Bus bekommt. Noch kurz ein
Schwein überfahren, und nach einer halben Stunde waren wir dort und sind
umgestiegen. Die Straßen im Norden sind nicht ausgebaut, und dementsprechend
schlecht. Mit dem überladenen, 30 km/h schnellen Trotro, waren wir nach 3 ½
Stunden in Tamale. Von dort haben wir uns dann ein 200 Cedi teures Taxi nach
Mole gegönnt; aber auch ich wollte nicht noch weitere zwei Stunden Trotro
fahren müssen.
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| Kleines Frühstück in Akosombo vor der Abfahrt. Wer hätte gedacht, dass es noch 12 Stunden dauert? |
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| Das Beladen dieser hochwertigen Paletten hat bloß 5 Stunden gedauert. |
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| Unfreundlicher Captain. |
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| Nachtlager |
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| Mein "Bett" 2. Klasse |
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| Fährt wohl auch 2. Klasse |
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| Die Yapei Queen |
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| Der einzige Gabelstapler im gesamten Hafen. Gott sei Dank, er fuhr wieder! |
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| Die Landschaft war dann doch ganz nett. |
Der
Mole Nationalpark
Endlich
ein Ort zum Entspannen. Gutes Essen und Pool, klimatisiertes Zimmer. Auch nicht
ganz billig. Am ersten Morgen beim Gang zum Frühstück haben wir schon
überraschend die ersten frei lebenden Elefanten gesehen: Direkt vor unserem
Hotelzimmer; das Hotel ist mitten im Nationalpark. Das war schon unglaublich.
Auch wenn ich dran vorbei gelaufen wäre, hätte mich meine Mutter nicht darauf
hingewiesen, dass dort Elefanten stehen. Dann war eine Jeep-Tour geplant- die
man bar bezahlen musste. Das hatte man uns am Telefon leider verschwiegen.
Hätten wir nicht ein paar Euros gehabt (die wir zu einem schlechten Kurs
gewechselt haben), hätten wir eine Stunde zum nächsten ATM gebraucht. Die Jeep
Tour war dafür der Hammer! Zwei Stunden lang haben wir fast alle Tiere gesehen,
die der Park bietet. Antilopen, verschiedene Vögel, Affen, Elefanten, etc. Der
Park an sich war also sehr entspannend nach den Strapazen davor. Wäre da nicht
das Auschecken gewesen. Denn die Visa Karte funktionierte nicht. Und eine mehr
als unfreundliche Mitarbeiterin behauptete, wir hätten einfach „zu viel ausgegeben
und kein Geld mehr“. Dass ich verstand, wie sie sich bei einem Kollegen über
uns auf Twi beschwerte, habe ich ihr nicht mitgeteilt. Also bei der Bank in
Deutschland angerufen, alles in Ordnung, sagte diese. Daraufhin hat uns diese
Mitarbeiterin dann zu dem Ort mit dem ATM im Taxi eskortiert. Schlimm genug.
Und was war mit jenem ATM? Der funktionierte nicht. Das Problem hat die Bank
zum Glück noch behoben, nach einer halben Stunde, sonst wäre ich durchgedreht.
Also noch ein paar böse Worte zu der unfreundlichen Frau vom Hotel, und es ging
wieder nach Tamale. Dort haben wir noch eine Nacht verbracht und uns den Markt
angeschaut, bevor es nach Kumasi ging.
Hier
gab es dann das übliche Programm. Die Schulleitung hat mich mal wieder
enttäuscht- der Bruder von Grandma ist nicht mal aufgestanden oder hat meiner
Mutter die Hand gegeben, während selbst die Egg Bread Verkäuferinnen meine
Mutter begeistert empfangen und umarmt haben. In der Schule schlafen durfte sie
auch nicht. Abgesehen davon waren die zwei Tage in Kumasi schön. Und Grandma,
die wieder da ist, hat sich bereits dafür entschuldigt.
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| Die Elefanten sind los! |
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| Beeindruckende Tiere |
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| Der chillt halt! |
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| Chilli Milli zu zweit |
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| My Name is not Obroni! Ich heiße nicht "Weißer"! |
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| Jeep Tour |
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| Wer isn da? |
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| Im Busch. |
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| Weils so schön ist noch einer! |
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| Affenbande |
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| Mole Park |
Dann
ging es wieder nach Accra, wo ein paar Tage vorher eine Tankstelle explodiert
war und es schlimme Überschwemmungen mit sehr vielen Todesopfern gegeben hatte.
Als wir kamen war davon aber nichts zu spüren.
Insgesamt
lief also Vieles sehr schief, aber wir haben auch einige tolle Sachen, vor
allem Landschaften, gesehen! Es war toll, in diesen vier Wochen so viele Ecken von
Ghana zu sehen- es hat viel zu bieten. Für meine Mutter war es sicherlich noch
anstrengender als für mich, aber auch sie hat die Reise nicht bereut, und ich
war froh, ihr alles zeigen zu können.
Das
war also der Reisebericht, ich hoffe, ihr habt bis zum Ende durchgehalten!
Weitere Einträge dann ein anderes Mal.
Take
care!